Internationaler LifeScience-Vergleich: Wie stark sind wir aufgestellt? - mit Oliver Schacht von LSN (DD#6)
Shownotes
Bürokratie, Talentabwanderung und zu wenig Risikokapital: Klingt nach den bekannten Digitalisierungsdebatten? Ist es auch. Nur dass wir in dieser Folge von Dings & Digital nicht primär über Software reden, sondern über Life Sciences.
Oliver Schacht, Geschäftsführer von Life Science Nord, dem zentralen Cluster für Medizintechnik, Biotech, Pharma und Digital Health in Norddeutschland, gibt Konrad von slashwhy einen ehrlichen Blick auf die Frage: Wie wettbewerbsfähig ist Deutschland im internationalen Vergleich und was müsste sich ändern?
Die Antworten sind unbequem vertraut: Wer in Digitalisierung arbeitet, kennt die Muster. Forschung auf Weltklasseniveau, aber kaum Transfer in die Praxis. Regulatorik, die schützt, aber auch lähmt. Risikokapital, das fehlt, sobald es ums Skalieren geht. Und ein hanseatisches Understatement, das nach außen zu wenig zeigt, was innen steckt. Life Sciences und Digitalisierung kämpfen gegen dieselben strukturellen Bremsen. Diese Folge zeigt, was beide Welten voneinander lernen können.
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Das besprechen wir in dieser Folge:
- Warum der Druck auf US-Forschungsgelder für Europa und Deutschland eine historische Chance ist
- Weshalb so viele Forscher:innen nach den USA abgewandert sind und was sie heute zur Rückkehr bewegen könnte
- Was Deutschland wirklich gut kann (und warum wir das zu selten laut sagen)
- Warum Kapitaleffizienz das unterschätzte Argument für den Standort Deutschland ist
- Wie Bürokratie und fehlendes Scheitern-Dürfen Innovation in Life Sciences und in der Digitalisierung bremsen
Für wen ist diese Folge relevant?
- Alle, die verstehen wollen, warum Innovationsökosysteme branchenunabhängig gelingen oder scheitern
- Entscheider:innen, die Fachkräftegewinnung, Standortattraktivität oder Transferthemen verantworten
- Digitalverantwortliche, die strukturelle Innovationshemmnisse aus einer neuen Perspektive betrachten wollen
- Alle, die in Hamburg und Norddeutschland Gründung, Forschung oder Deep Tech vorantreiben
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Über unseren Gast:
Oliver Schacht ist Vorstandsvorsitzender von Life Science Nord und seit vielen Jahren eine prägende Stimme im norddeutschen Life-Sciences-Ökosystem. Er vernetzt Unternehmen, Forschung und Politik mit dem klaren Ziel, Innovationen aus den Bereichen Biotechnologie, Medizintechnik und Pharma erfolgreich in die Anwendung zu bringen. Zuvor war er selbst Unternehmer und Investor und kennt die Perspektiven von Start-ups ebenso wie die Anforderungen etablierter Akteure. Sein Fokus liegt darauf, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen wissenschaftliche Exzellenz in nachhaltige Wertschöpfung übersetzt werden kann.
Über unseren Host:
Konrad Fenderich ist Business Manager bei slashwhy. Er begleitet digitale Projekte im Gesundheitswesen mit strategischem Weitblick und einem klaren Blick für die Realität im Klinik- und Versorgungsalltag. Seine Erfahrung aus der Physiotherapie, Klinik sowie aus internationalen Beratungsprojekten fließt in Lösungen ein, die technologische Innovation und Praxisnähe vereinen. Für ihn zählt vor allem, dass Software in der Praxis funktioniert und so gestaltet ist, dass sie die Arbeit von Fachkräften spürbar erleichtert.
Über slashwhy:
Die 300 Software-Expert:innen bei slashwhy entwickeln nutzerzentrierte und skalierbare Individual-Software für Unternehmen in den Branchen Energiewirtschaft, Land- und Baumaschinen, Industrie, Medizin und Gesundheit, Consumer Electronics, Gebäudetechnik und Küchentechnik. Unsere Kunden profitieren vom Know-how-Transfer unserer Departments, indem wir Learnings, Muster und Ideen aus unterschiedlichen Projekten teilen und so neue Perspektiven in die Produktentwicklung einbringen. Das führt zu Lösungen, die nicht nur zur Branche passen, sondern auch von Erfahrungen aus anderen Märkten profitieren.
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Hinweis: Dies ist Gespräch #1 von 3 zwischen Konrad Fenderich und Oliver Schacht.
Impressum: https://www.slashwhy.de/de/impressum Datenschutz: https://www.slashwhy.de/de/datenschutz
Transkript anzeigen
00:00:05: Hallo zusammen, ich bin Konrad von Slash by und freue mich heute hier in Hamburg zusammensitzen mit Oliver Schacht.
00:00:13: Den Geschäftsführer von LifeScience North dem zentralen Cluster für Medizintechnik, Biotech, Pharma & Digital
00:00:19: Health.
00:00:20: Und da wir von Slesh By auch Partner- und Mitglied in diesem Netzwerk sind freue ich mich ganz besonders dass wir heute eine kleine Reise durch die Life Sciences mit Oliver machen und verschiedene Themen dabei anreisen werden.
00:00:35: Im ersten Gespräch möchte ich darauf eingehen, wie Deutschland im Vergleich zu internationalen anderen Ländern im Bereich der Life Sciences
00:00:43: dasteht.
00:00:44: Und dafür freue ich mich Oliver dass du dabei bist und deine Meinung dann da mitgeben kannst!
00:00:52: Du hast neben der Erfahrung die dir es über Life Science Nord mitbringst auch noch sehr viel Erfahrung als Vorstandsmitglied von Bio Deutschland und bringst auch sehr, sehr viel selbst internationale Erfahrung mit.
00:01:05: Du hast selber gegründet Unternehmen begleitet in Deutschland wie den USA.
00:01:10: Wenn man jetzt sich verschiedene Studien anschaut aber auch den Tagesgeschehen in der Politik ein bisschen lauscht hört man immer wieder dass gerade international Forschungsgeldern in den USA beispielsweise unter Druck geraten.
00:01:26: Ist das eine allgemeine Bewegung oder ist das speziell sozusagen für das Land der USA, dass die Forschung dort so Unterdruck gerät?
00:01:37: Das ist glaube ich ein relativ US-spezifisches Thema.
00:01:40: Während wir hier in Europa durchaus auch als Chance begreifen und Forschungsförderungen sowohl auf nationaler aber auch auf EU-Ebene ausbauen – das ist denke ich der Trump-Regierung Prioritäten die dort gesetzt werden geschuldet, dass man also ganz massiv in Forschungsgelder eingreift.
00:02:02: Das merken die amerikanischen Kolleginnen und Kollegen auch sowohl in der Forschung selber als universitär das einfach schwieriger wird Forschungsprojekte Forschungs gelder zu akquirieren.
00:02:14: Das merken aber natürlich auch die Industriehersteller in den Life Sciences, in der Biotech im Bereich Reagenzien und Tools.
00:02:22: Aber auch Geräteautomatisierung, Laborautomatisierung weil durch diese Unsicherheit im universitären Umfeld das immer weniger Forschungsmittel zur Verfügung stehen und die auch immer schwerer zu akquirieren sind.
00:02:35: Natürlich auch die Nachfrage nach vielen Life Science Produkten und Tools zumindestens sehr zögerlich läuft um nicht gar zu sagen wie es ... teilweise rückläufig, ob und wie weit wir in Europa... ...und auch hier in Deutschland in der Lage sind.
00:02:50: Und bereit sind das als Chance zu begreifen?
00:02:53: Ich denke, dass ist die Herausforderung und die Kunst,... ...das für uns auch einfach als historisch strategische Chance zu
00:02:58: begreifen.".
00:03:00: Was würde es denn benötigen, dass man dann diejenigen, die sozusagen in den USA unter Druck geraten was ihr Forschungen angeht tatsächlich hierher zu locken nach Deutschland für diesen Innovationsstandort zu gewinnen.
00:03:16: Was benötigt es da an Rahmenbedingungen vielleicht auch?
00:03:19: Also ob wir im ersten Schritt direkt massiv Kolleginnen und Kollegen aus der Forschung, aus USA hier nach Deutschland gelockt kriegen sei mal dahin gestellt.
00:03:28: Es würde uns ja schon wahnsinnig helfen wenn der Exodus aus Deutschland das also junge Forscherinnen und Forscher nach der Promotion oder junge Professoren in die USA auswandern, wenn man das ein Stück weit stoppt.
00:03:41: Wir merken aber durchaus auch die Bereitschaft gerade bei vielen auch ausgewanderten deutschen Forscherinnen und Forschern, dass sie teilweise ernsthaft mit dem Gedanken spielen zurückzukommen.
00:03:51: Teilweise nach sehr sehr vielen Jahren auch in den USA.
00:03:53: Wir arbeiten hierbei live Science North gerade mit einer Professorin, die seit bald zwanzig Jahren in Kalifornien forscht an einem der führenden Forschungsinstitute so dermaßen die Schnauze voll hat von den Rahmenbedingungen, die eben in USA herrschen.
00:04:08: So was brauchen wir?
00:04:09: Wir brauchen vor allen Dingen Verlässlichkeit, Planbarkeit Sicherheit, Planungssicherheit.
00:04:15: Das heißt wenn ich in der Forschung und in den Life Sciences unterwegs bin, bin ich gewohnt dass meine Forschung, meine Innovationszyklen viele Jahre manchmal ein Jahrzehnt oder mehr dauern.
00:04:25: Da brauche ich verlässliche Rahmenbedienungen Und nicht einen Präsidenten und ein politisches Umfeld wo ich heute nicht weiß was nächste Woche noch gilt Und aktuell ist, damit kann ich Life Science Forschung nicht planen und nicht betreiben.
00:04:37: Von daher haben wir hier in Europa glaube ich einen Fund mit dem wir auch wuchern können nämlich politische stabile Rahmenbedingungen und Verlässlichkeit.
00:04:46: die sind nicht in allen Bereichen optimal aber sie sind deutlich berechenbarer und deutlich verlässlicher um.
00:04:52: diese Verläßlichkeit ist durchaus ein Asset wo wir in der internationalen Forschungslandschaft auch im Wettbewerb punkten können.
00:04:59: Du hattest gerade eben noch von einem Exodus sozusagen gesprochen.
00:05:03: Warum
00:05:04: sind denn überhaupt so viele Forscherinnen und Forscher in Ostdeutschland zunächst abgewandert?
00:05:10: Naja, also angefangen hat das ganze Ende der siebziger Anfang der achtziger Jahre als die Biotechnologie Gentechnik aufkam.
00:05:17: Wir haben hier in Deutschland damals tatsächlich die weltweit erste Produktionsanlage für humanes Insulin aus genetisch veränderten Bakterien gehabt.
00:05:26: Firma Höchster gibt es heute nicht mehr, ist heute Teil von Sanofi.
00:05:31: Das ist dann politisch von den Grünen der ersten Generation jahrelang vor Gericht blockiert worden was dann dazu geführt hat dass die gesamte deutsche Pharmaindustrie höchst Bayer BASF aber auch Birringer Ingelheim etc.
00:05:43: alle abgewandert sind mit ihrer biotechnologischen Forschung in die USA Was zu Generationen von jungen Nachwuchstalenten geführt haben die alle um eben Biotec und Gentechnik ... forschen zu können in die USA gehen mussten, weil es hier in Deutschland quasi nicht möglich war oder politisch auch nicht gewollt war.
00:06:02: Das hat sich durch den ganzen Achtziger bis Mitte der Neunzigerjahre... ...bis die deutsche Bundesregierung damals als Jahrzehntsechsundneinzig mit dem Bioregio-Wettbewerb beschlossen hatte.
00:06:10: wir als Deutschland und als Land brauchen eine Biotechnologieindustrie wo das dann über einen regionalen Wettbewerk mit Beschleuligung versehen hat und seitdem sind eben überall hier in Deutschlands solche regionalen Klaster entstanden, Ende der neunziger Anfang der zweitausender.
00:06:26: Die es auch heute eben Forscherinnen und Forschern möglich machen nicht auswandern zu müssen hier bleiben zu können oder eben sogar vielleicht auch irgendwann zurückzukommen in die alte Heimat Und hier entsprechend eine Forschung existenz aufzubauen.
00:06:40: Es galt eben auch jahrzehntelang Das ist nicht nur rechtlich einfacher war es war auch finanziell das war deutlich mehr forschungsgeld zu haben in den usa.
00:06:49: Die Universitäten, die Forschungsinstitute, die Professuren waren deutlich besser ausgestattet.
00:06:55: Ganz ehrlich, man konnte in den USA auch im akademischen und Forschungsumfeld deutlich mehr Geld verdienen... ...und es gibt seit Jahrzehnten in den U.S.A.
00:07:06: ein Mantra, dass wenn ich forsche universitär oder in eine Forschungseinrichtung, dass sich dann auch wesentlicher Teil des Technologietransfers, des Gründens, des Ausgründens bin Und das ist völlig normal und auch gewünscht, gewollt und gefordert.
00:07:20: Dass Forscherinnen und Forscher in den USA sich an Gründungen beteiligen, Startups mit ins Leben rufen und die anschieben – das ist was, womit wir uns hier in Deutschland nach wie vor wahnsinnig schwer tun.
00:07:32: Absolut!
00:07:33: Und auf das Thema wollte ich auch gerne später in einem weiteren Gespräch noch mal zu sprechen kommen.
00:07:38: Gibt es denn neben den USA noch andere Forschungs-Hotspots oder Standorte, die für Forscherin und Forschern besonders attraktiv sind?
00:07:46: Mit Sicherheit, also wir haben natürlich wahnsinnig viel was in den letzten zehn, fünfzehn, zwanzig Jahren in China entstanden ist.
00:07:53: Die Chinesen haben mit einer enormen Geschwindigkeit nicht nur aufgeholt sondern uns in manchen Forschungsbereichen auch überholt.
00:08:01: wenn ich mir anschaue was im Bereich Medizintechnik Diagnostik aber auch vermehrt in den Letzten Jahren im Pharma-Bereich an Innovation und echter neuer Forschungsleistung entsteht da entsteht Wahnsinnigviel in China.
00:08:14: Das ist sicherlich für viele von uns, für viele Europäer noch keine Option.
00:08:18: In Europa sehen wir auch bei einigen unserer Nachbarn, Dänemark zum Beispiel, Kopenhagen, ein fantastisches Ökosystem, hohe Lebensqualität und fantastische Rahmenbedingungen sehr viel natürlich auch vorhanden sein eines starken Ankerplayers wie Novo Nordisk und der Novo Stiftung zu danken.
00:08:42: In Österreich und Frankreich ist wahnsinnig viel passiert.
00:08:45: Und natürlich in UK.
00:08:46: UK ist zwar nicht mehr Teil der EU, aber es ist immer noch Europa.
00:08:49: Aber das goldene Dreieck zwischen Oxford, Cambridge und London... ...ist ein absolutes Schlattenland, hätte jetzt fast gesagt gewesen.
00:09:00: Lagezeiten mit dem Exit aus der EU also mit Brexit einerseits und auch den sich dort verschärfenen Rahmenbedingungen für Forschungsforderung.
00:09:09: Auch da haben wir hier durchaus eine Chance, eben in Kontinentaleuropa und insbesondere in Deutschland auch zu punkten.
00:09:15: Lass uns noch mal auf die Rahmenbedingungen gehen!
00:09:18: Wir haben über die Verfügbarkeit von Forschungsgeldern gesprochen.
00:09:22: Das bedeutet gleichermaßen aber auch dass es ja universitäre Einrichtungen benötigt, die solche Forschung unterstützen.
00:09:29: Wir haben darüber politische Planbarkeit und Verlässlichkeit gesprochen, die ist sozusagen auch als weitere Rahmenbedienung benötigte.
00:09:36: Welche weiteren Faktoren?
00:09:39: müssen noch übereinstimmen, um zu sagen ja das ist ein guter Forschungsstandort.
00:09:46: Das eine ist Mindset und das ist natürlich schwer politisch mit Rahmenbedingungen zu versehen.
00:09:51: Es muss möglich sein Dinge auszuprobieren.
00:09:55: es muss möglich Und auch so einem gewissen Grad gewollt und gewünscht sein mal zu scheitern.
00:10:01: damit tun wir uns hier in deutschland insbesondere wahnsinnig schwer.
00:10:04: wer hier mal was probiert und scheitert auf die nase fällt der dem Haftet so ein bisschen den Stigma an.
00:10:11: Ich glaube, da können wir uns viel abgucken insbesondere von den angelsächsischen Kolleginnen und Kollegen.
00:10:16: Da gehört Scheitern nicht nur dazu.
00:10:18: Da ist allen bewusst das.
00:10:19: wenn ich mal gescheitert bin beim zweiten oder dritten Versuch habe ich eine deutlich verbesserte und erhöhte Erfolgswahrscheinlichkeit Dann müssen wir es schaffen und Rahmenbedingungen müssen.
00:10:30: Es können steuerliche Rahmenbedienung sein Das können direkte Incentives sein um privates Kapital zu aktivieren.
00:10:36: Der Staat kann anschieben.
00:10:38: Da ist in Deutschland auch viel passiert mit Forschungsinstrumenten, GoBio und In The Next Generation.
00:10:46: Das exist-Gründerprogramm der Hightech Gründervon seit über zwanzig Jahren.
00:10:51: aber wenn es dann ums Skalieren geht, ums Wachsen Unternehmen großzumachen und erfolgreich zu machen braucht's wahnsinnige Mengen an Kapital.
00:10:59: Und um diese Mengen am Kapital die können nur privat zur Verfügung gestellt werden.
00:11:04: Um die zu mobilisieren müssen wir es schaffen dass neben den klassischen Venture Capital Fonds auch und vermehrt Business Angels oder Family Offices ist.
00:11:14: Und ich meine, wir haben hier gerade im Norden sehr viele sehr wohlhabende Menschen mit einem ganz anderen beruflichen Background die aus dem Rederei-Geschäft, aus dem Logistikgeschäft sonst woher kommen, die historisch bis heute so gut wie gar nicht in den Bereich Innovation und insbesondere Life Sciences investieren.
00:11:34: weil es ein kompliziertes Thema ist ... weil es schwer verständlich ist, als lange Dauer.
00:11:38: Weil's wahrgenommen zumindest mit hohen Risiken behaftet ist... ...aber diese Mobilisierung von privatem Kapital und das wiederum kann durchaus durch... ...steuerliche und sonstige gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen
00:11:50: werden.".
00:11:51: Gibt es ja neben der Planbarkeit- und Verlässigkeit die hier in Deutschland womöglich etwas höher ist als in den USA aktuell noch etwas was wir in Deutschland schon besonders gut machen im Vergleich zu den anderen Standorten, die du genannt hast?
00:12:06: Also wir sind fantastisch, wir sind nach wie vor in der Weltspitze bei Grundlagenforschung.
00:12:10: Wenn ich mir angucke dass die vier großen Forschungsfamilien also Max Planck Frauenhofer Leibniz und Helmholtz alle vier Forschungs-Familie sind auch hier im Norddeutschland im Life Science Nordnetzwerk vertreten.
00:12:24: Universitäre Forschung auch nach wie Vorweltspitzen wo wir deutlichen Nachholen Bedarf haben.
00:12:32: besser zu werden ist eben bei der Translation aus der Forschung raus in Startups rein, in die Industrie rein.
00:12:40: Wir haben es bis heute nicht geschafft, die neben exzellenter Forschung und toller Lehre das Thema Transfertranslation Gründung als dritte gleichberechtigte Säule im akademischen Umfeld zu etablieren.
00:12:53: Das muss Teil der Ziel- und Leistungsvereinbarungen von Universitären Einrichtungen aber auch von den Professorinnen und Professoren dort werden Und das ist eine Mindset-Frage.
00:13:03: Ist es uns gleich wichtig und gleich viel wert?
00:13:06: Oder sagen wir nee, Forschung und Lehre zuerst und ob jetzt einer gründet oder nicht ist uns egal.
00:13:10: ich glaube da... Da ist noch der größte Nachholbedarf aber bei einer Forschung sind wir Weltspitze.
00:13:17: Wir sind und das darf man nicht ganz so laut sagen Aber wir sind in Deutschland im globalen Vergleich was Live Science angeht Ein Land mit eher moderaten Kostenstrukturen.
00:13:28: Das gilt sowohl für Löhne und Gehälter ... naturwissenschaftlichen Bereich, als auch im Bereich... ... wenn ich gründen will und Laborfläche mieten will.
00:13:37: Wenn sie danach Boston gehen was immer so als der Hotspot schlechthin, ... ... da zahle ich teilweise mehr als hundert Euro pro Quadratmeter an Labormiete.
00:13:47: Das ist dann natürlich schon wird nur dann funktionieren, wenn eben auch die Investoren vor Ort bereit sind diese höheren Kostenstrukturen zu tragen.
00:13:55: Position für Position!
00:13:57: Ob das Biologen sind, ob das Mediziner sind.
00:14:00: Ob das Bioinformatiker sind?
00:14:02: Ob das Ingenieure sind?
00:14:04: Faktor zwei bis zweieinhalb an Kosten zwischen USA, Boston oder Bay Area.
00:14:09: Ökosystem auf der einen Seite und egal wo sie nach Deutschland hingehen – das ist hier schon noch vergleichsweise günstig!
00:14:15: Auch das ist ein Pfund mit dem man durchaus wuchern kann.
00:14:20: Das klingt auf jeden Fall nach einem deutlichen Unterschied.
00:14:24: Merkt ihr denn jetzt hier bei Live Science Nord, dass es dann tatsächlich auch mehr Zuwächse, Zugänge in das Netzwerk gibt?
00:14:33: Neue Gründungen im eurem Einplusbereich.
00:14:36: Absolut!
00:14:36: Also wir haben allein im Jahr zwanzig, fünfundzwanzig inzwischen zweiundvierzig neue Mitgliedsunternehmen und Organisationen für LSN gewinnen können.
00:14:45: Da sind ein Dutzend Start-ups dabei – da sind aber natürlich auch etablierte Unternehmen wie Ihr selber und auch andere größere.
00:14:51: dabei ist ein bunter Mix.
00:14:54: Das merken wir schon, wir merken auch vermehrtes Interesse Investorenseitig durchaus auch und gerade von internationalen US-amerikanischen Investoren die sehr bewusst nur die gucken jetzt nicht exklusiv nach Hamburg oder Schleswig-Holstein, die gucken nach Europa und in Europa, nach Schweiz, nach Österreich, nach Frankreich, nach Benelux aber eben auch vermehren nach Deutschland vor dem Hintergrund wenn ich bestimmte Themenfelder besetzen will und bestimmte Mengen am Venture Capital zur Verfügung stellen kann oder will, dass sich eben solche Sachen vergleichsweise kapitaleffizient in Deutschland gestalten können.
00:15:34: Wir haben gerade mit der Tubulis in München die größte jemals geschlossene Serie C Venture Finanzierung eines europäischen Biotic-Unternehmens gesehen – mit vierhundert ein Millionen US Dollar.
00:15:47: Phänomenal!
00:15:48: Das ist ein Unternehmen, das ist jetzt so aufgestellt.
00:15:50: Dass es die nächsten Phasen ... mehrere Phase zwei klinische Studien auch hier in Europa oder außer Europa raus komplett eigenständig durchführen kann.
00:16:01: Ob die eines Tages dann auch den Weg über den Atlantik wagen wird man sehen aber ... Die Investoren haben schon kapiert dass man hier in europa wie gesagt so schön value for money also für jeden Dollar für jeden Euro den ich investiere relativ gesehen mehr an Output zurück kriege.
00:16:16: und das sind natürlich am Ende ... betreibe ich, welche?
00:16:19: eine Venturefonds-Betreiber in einem Modell was Exit getrieben ist.
00:16:22: Was mit Internal Rates of Return und ein Multiple auf den Fonds... ... je weniger ich investieren muss um zu ähnlich attraktiven Exits erlösen zu kommen.
00:16:32: Umso attraktiver wird das Ganze?
00:16:35: Jetzt haben wir wenn ich im Kopf durchgehe die verschiedenen Standortbedingungen,... ...die du genannt hast hier in Hamburg und Schleswig-Rollstein also in eurem Einflussbereich von LSN Eigentlich ja schon mal sehr gute Voraussetzungen.
00:16:48: Wir haben das UKE in Hamburg als Universitätsklinikum, das UKSH in Schleswig-Holstein... ...wir haben eine sehr vibrierende Startup Community hier in Hamburg würde ich doch sagen und wir haben sicherlich auch hier im Norden einen hohen Lebensqualität.
00:17:06: Alle Städte die irgendwie küsstennah sind, haben diese würde ich mal behaupten.
00:17:11: was macht diesen Standort Norddeutschland aus seiner Sicht noch besonders attraktiv?
00:17:16: Also all das sind natürlich Faktoren.
00:17:19: Jetzt muss ich natürlich als HSV-Fan sagen, der HSV macht den Stand und auch ganz besonders aber Ich kann genauso gut mit Kieler Störchen leben Und auch Sankt Pauli ist völlig in Ordnung haben wir auch hier im LSN Team.
00:17:33: Bei Werder Bremen wird es dann schon schwierig Aber wir vertreten ja offiziell auch nicht Bremen Wobei unsere Aufsichtsratsvorsitzende soweit ich weiß wer der Bremen Fan ist.
00:17:40: Nein aber scherz bei Seite Der Mix stimmt.
00:17:43: Der Mix stimmt.
00:17:44: die Forschung, wir haben wie gesagt acht Hochschulen im LSN-Gebiet.
00:17:49: Wir haben vierzehn Forschungseinrichtungen und da sind teilweise wirklich weltweit einzigartige Forschungseinrichtungen wie zum Beispiel das DESI oder das European X-Fail.
00:17:57: Das ist der weltweit größte Laser mit dem man also bestimmte Experimente durchführen kann an keinem anderen Ort der Welt oder nur an sehr wenigen Orten der Welt überhaupt technisch durchführbar werden.
00:18:10: Von daher ist es natürlich attraktiv.
00:18:12: Aber wenn ich gerade, wenn man sich jetzt den Wettbewerb hier von Life Science Nord im Vergleich zu den Kolleginnen und Kollegen in Heidelberg, in München dann haben wir hier natürlich schon noch vor Ort zumindest weniger Venture Capital Firmen.
00:18:25: Das heißt, wir müssen immer die extra Meile gehen und die VCs aus Berlin, aus München, aus der Schweiz, aus dem europäischen Ausland... hier herbringen und ihnen zeigen, vorstellen was es hier für fantastische Ideen, Technologien und Start-ups gibt.
00:18:40: Dass das sich lohnt hier zu investieren auch wenn man seinen Büro vielleicht in München hat oder in der Schweiz hat Das ist Teil der Arbeit die wir bei LSN sehr systematisch auch seit einem guten Jahr hier betreiben haben da inzwischen ein Netzwerk mit mehreren Dutzend Investoren aus ganz Europa aufgebaut die wir regelmäßig auch hier gemeinsam her holen um eben dem Ökosystem eine Plattform zu bieten, sich auszutauschen mit diesen Investoren.
00:19:07: Aber wenn es eben gerade um Zugang zur Forschungseinrichtung und klinischen Studien geht – das UKSH war mir selber auch als ich hier angefangen habe bei LSN vor fünfzehn Monaten überhaupt nicht bewusst – ist nach der Charité in Deutschland das zweitführende Forschungskrankenhaus der Republik!
00:19:26: Historisch, es gab mal zwei.
00:19:28: Es gab das UKSH in Kiel und es gab eine Uniklinik in Lübeck.
00:19:32: die beiden hat man fusioniert erklärt's vielleicht ein Stück weit.
00:19:36: aber wo wir halt hier im Norden historisch und kulturell bedingt nicht besonders gut drin sind ist tolle Sachen auch nach außen zu tragen und die selbstbewusst nach außenseiten immer so ein bisschen das hanseatische understatement was es im täglichen geschäftsgebaren sehr angenehm macht.
00:19:52: Aber wenn schon die Kollegen in Berlin Brandenburg oder in München oder in Stuttgart nicht wissen, was wir hier toll ist haben.
00:19:58: Was glauben wir denn wie?
00:19:59: das die Kollegen im europäischen oder globalen Ausland wissen sollen?
00:20:02: Und da müssen wir glaube ich noch sehr viel besser drin werden Sichtbarkeit zu schaffen Leuchttürme zu schaffen Die Strahlkraft auch weit über die Region hinaus um dann eben zu zeigen dass es super attraktiv super spannend ist können auch die MINT, also die naturwissenschaftlich informatisch und ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge deutlich ausbauen.
00:20:25: Ich glaube was die Studentenzahlen angeht da ist auch noch deutlich Luft nach oben.
00:20:30: Wir haben aber zum Beispiel besonders Freude an der Universität Zulübeck seit einem guten halben Jahr mit Hilge Braun einen neuen Präsidenten der UZL.
00:20:40: Ein.
00:20:40: Helge Braun ist nicht nur der ehemalige Kanzleramtsminister unter Angela Merkel Er ist selber Mediziner und er hat eine ganz klare Vision formuliert für eine relativ kleine Universität, wie die Uni zu Lübeck.
00:20:51: Zu einer weltweit exzellenten Life Science-Universität zu werden mit ganz klarem Schwerpunkt auf den Life Sciences, auf KI und dieser Kombination.
00:21:00: ich glaube da müssen wir klare Schwerpunkte setzen und dann eben schauen wo können wir diese nicht nur regionale sondern nationale und internationale Exzellenz auch glaubwürdig darstellen?
00:21:10: Minn-Perufe sind nochmal ein gutes Stichwort, denn gleichzeitig geht es ja durch die Presse immer wieder und dass wir da einen ganz klaren Fachkräftemangel haben.
00:21:19: Benötigt ist daher auch da bessere Voraussetzungen für Studium etc.
00:21:25: oder bessere Vorraussetzung für Zuzug aus dem Ausland oder möglicherweise auch veränderte Rahmenbedingungen was zum Beispiel die Integration von Frauen und Eltern mit Kindern angeht.
00:21:40: Alle von diesen Dingen brauchen wir.
00:21:42: In unterschiedlicher Gewichtung, also ja wir müssen es schaffen als Gesellschaft da sind wir alle als Eltern am Ende auch gefordert die den Spaß schon im Kleinkindalter idealerweise im Kindergarten in der Grundschulzeit bei unseren Kindern für Naturwissenschaft fürs Entdecken für das Forschen zu wecken.
00:21:59: weil ich habe selber einen jetzt sechzehnjährigen Sohn.
00:22:02: wenn nicht erst dem Teenager Alter damit anfangen würde ... dann wird es schwierig, die sich zu motivieren... ...zu begeistern und mal von Erwachsenen ganz zu schweigen.
00:22:10: Ich glaube wir müssen, egal in einer Welt, in der alles wahrgenommen immer unsicherer wird,... ...immer komplexer, ganze Themen mit KI.... Was kann ich überhaupt noch studieren oder lernen um am Ende einen Beruf zu haben,... ...der auch in zehn, zwanzig, dreißig Jahren noch existiert?
00:22:27: Die werden sich alle weiter verändern.
00:22:29: aber ich glaube in diesem ganzen Forschungsentwicklungsbereich JahrKI spielt eine riesengroße Rolle!
00:22:34: Aber es werden am Ende diejenigen sein, die gut mit KI umgehen können und KI anwenden für Themen in der Forschung, in denen Life Sciences gewinnen werden.
00:22:44: Und nicht die KI per se, die irgendwie den Job wegnimmt, weil solange wir Laborforschung betreiben und über Experimente reden, wo wir sei's auf tierischen Modellen, sei das auf Zellkulturmodellen oder irgendwelchen biologischen Essays im Labor... Das macht uns keine KI, das müssen wir schon irgendwie selber machen als Menschen.
00:23:04: Kann man automatisieren aber da braucht es immer auch Leute.
00:23:08: Zuwanderung?
00:23:09: Gerade internationale Fachkräfte ja!
00:23:12: Wir müssen als Land attraktiver werden und auch da stellen wir manchmal unsere Licht ein bisschen unter den Schäffel weil es war natürlich jahrzehntelang der heilige Graal in die USA einzuwandern.
00:23:23: ob das aus Indien war oder China war Da sehen wir schon durchaus auch Interesse.
00:23:28: Gerade gestern, die Finnen haben ein aktives Programm gestartet um in der Aktiv aus Indien nach Finnland zu holen.
00:23:35: für mehrere Jahre mit vereinfachten digitalen Zugang zu Visa müssen wir am Ende gucken.
00:23:42: also ich habe hier auch schon Fälle erlebt bei Life Science North das ausländische Studenten Die hier an der Uni studiert haben, hier promoviert haben aus der eigenen Promotion ein Unternehmen.
00:23:53: Ein Start-up gegründet haben dann monatelang teilweise mehr als einen Jahr lang daran verzweifeln eine dauerhafte Arbeitsgenehmigung zu kriegen.
00:24:03: Ich meine, da tun wir uns selber keinen Gefallen.
00:24:04: Wir reden über Bürokratieabbau und darüber, wie wir gezielt jetzt haben wir Leute die sind schon zugewandert als Studenten.
00:24:10: Und wir machen es ihnen so dermaßen schwer hier zu bleiben und hier zu gründen und hier ein Unternehmen aufzubauen was Arbeitsplätze schafft das am Ende Steuereinnahmen generieren wird.
00:24:22: also da haben wir glaube ich noch echt Luft nach oben aber müssen auch lernen als Land nicht nur als Bundesland sondern einfach auch als Deutschland dass wir ähnlich wie das kanada australien von u.a.
00:24:35: ganz zu schweigen seit seit Jahrzehnten machen uns die leute rauszusuchen, die wir haben wollen Die wir brauchen und die dann aktiv herzuholen mit einem profil was eben uns hilft.
00:24:46: Und gerade in den life sciences im gesundheitswesen an unser gesundheitswesten kliniken pflege versorgung würde hier zusammenbrechen in deutschland wenn wir keine ausländischen Fachkräfte hätten.
00:24:58: Ob das Syrer sind, die in den letzten Jahren gekommen sind, ob das teilweise ukrainische Fachkräften sind gerade in den Bioinformatik- und IT-Bereichen irre.
00:25:12: da tun wir uns keinen Gefallen drüber zu reden wie wir die alle schnellstmöglich wieder loswerden sondern wie wir sie so integrieren eben nicht nur in den Arbeitsmarkt sondern auch in die Gesellschaft und in die Region dass es am Ende Teil von dem Land wird und das Land vor anderem.
00:25:26: Also viele Stellschrauben, an denen es noch zu arbeiten gibt.
00:25:29: Wenn du jetzt kurzfristig die Macht hättest zwei dieser Stellschroben zu verändern?
00:25:36: An welchen würdest du drehen?
00:25:38: Das erste ist und das haben wir auch ganz klar als Top-I an die Spitze der Prioritätenliste in der LifeScienceNord Strategie geschriebenes Systema Sichtbarkeit.
00:25:47: Wenn ich den Schalter umlegen könnte im hanseatischen Selbstverständnis mehr Selbstbewusstsein, Erfolge feiern und diese erfolge nach außen tragen dann wäre das das erste also so ein bisschen den mindset shift im Norden.
00:26:01: Und wenn ich den zweiten schalter, wenn ich einfach die Hälfte aller Bürokratie die wir uns hier selber auferlegen Einfach mal abschaffen könnte und sage es würde keiner vermissen Es würde keiner die reports und die papiere und die formulare vermissen.
00:26:16: Es würde uns als land nix abhanden kommen und es würde alle Entlasten, es würde Dinge beschleunigen.
00:26:21: Das wären so die zwei Quick-Wins wenn ich sie dann mit einem Fingerschnipsen haben könnte.
00:26:27: Vielleicht wir versuchen's mal... Wenn wir uns in fünf Jahren wieder treffen würden.
00:26:33: jetzt sind natürlich Sichtbarkeit und Bürokratie Abbau nicht besonders einfach zu messen.
00:26:39: aber wenn wir uns den fünf jahren wieder treffen An welchen Indikatoren, an welchen konkreten Messzahlen würdest du festmachen dass sich da in Deutschland an der Attraktivität des Standorts für Forschung und Innovation etwas getan hat?
00:26:54: Ja also man kann das schon messen.
00:26:55: Ich meine wenn wir uns Sichtbarkeit haben es gibt eine europäische Council of European Biotech Regions sind fünfzig Regionen aus ganz Europa organisiert.
00:27:08: Wir wollen natürlich schon im Wettbewerb nicht nur innerhalb von Deutschland den Top-III mitspielen, also in Deutschland wollen wir um die Champions League Plätze mitspielen und europaweit wollen wir zumindestens unter den ersten einmal fünfzehn zwanzig uns wiederfinden was eben Sichtbarkeit, was Gründungsdynamik, was Transfer und Innovation ist uns in fünf Jahren gelingt.
00:27:31: ganz simple Dinge wie eine Standardisierung von Verträgen, von Lizenzverträgen zwischen Universitäten und Forschungseinrichtungen einerseits.
00:27:40: Und ausgegründeten Start-ups andererseits.
00:27:43: nicht jedes Mal an jeder Uni, an jedem Institut das gerade neu erfinden sondern standardisiert ähnlich wie es im übrigen auch in den USA funktioniert ist heißt nicht dass es billiger wird.
00:27:53: Das heißt nicht und Forschungsinstitut nicht auch mitpartizipieren soll am wirtschaftlichen Erfolg, wenn da tolle Sachen rauskommen.
00:28:01: Aber es darf doch nicht sein dass wir drei Monate teilweise brauchen um eine Vertraulichkeitserklärung und ein Jahr oder mehr brauchen manchmal um eine Lizenzvereinbarung zu treffen.
00:28:10: das sind unendliche Zeiträume für den Start-up.
00:28:14: also wenn uns gelingt diese Gründungsdynamik zu erhöhen wenn man's uns gelingt ist einfach auch wieder ähnlich wie das mal in den neunziger Jahren.
00:28:21: Ende der Neunzige war in der startup.com ... Zeit, die ich selber ja live miterlebt habe als Gründer.
00:28:29: Es einfach wieder ist super spannend sexy und attraktiv zu machen, zu gründen direkt aus der Uni raus... Und nicht am liebsten danach gucken wo hab' ich einen quasi Job vor Live bis zur Rente idealerweise noch verbeamtet.
00:28:43: Ich glaube da können wir schon gucken ob uns da in fünf Jahren es gelingt eine andere Dynamik reinzubringen und ein anderes Selbstbewusstsein und Selbstverständnis.
00:28:52: Da bin ich sehr gespannt, wenn wir das dann sozusagen in einer Rückschau dann in fünf Jahren mal machen.
00:28:58: Ich merke auf jeden Fall, wenn ich dir gegenüber setze dass du für dieses Thema brennst und dass du da noch ganz viel Energie hast.
00:29:05: deswegen muss ich dir gar nicht mehr Energie sozusagen wünschen um diese Themen durchzubringen sondern davon bin ich überzeugt, dass solange du sozusagen hier atmest und mit an Bord bist, dass die Dinge voran gehen.
00:29:19: Vielen Dank für das Gespräch.
00:29:21: Ich bin sehr gespannt, wo uns dann unsere weiteren Gespräche
00:29:24: noch hinbringt.
00:29:25: Super!
00:29:26: Danke dir!
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