Maschine, Daten, Beziehung: Was ein digitales Ökosystem erfolgreich macht – mit Guido Ringling von KRONE (DD#11)
Shownotes
Wie wird aus einem Maschinenhersteller ein Unternehmen, das seine Kunden über die gesamte Reise begleitet – vor dem Kauf, nach dem Kauf, und dauerhaft darüber hinaus?
Guido Ringling, Leiter Konzernstrategie bei der KRONE Holding, gibt Janna Spanke von slashwhy Einblick in das digitale Ökosystem, das KRONE rund um seine Kunden aufbaut.
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Die wichtigsten Erkenntnisse:
Bei einem digitalen Ökosystem geht es gar nicht mal primär um die Technologie, sondern vor allem um die Kundenbeziehung. Guido Ringling zeigt, warum der Händler, der Servicemechaniker und das persönliche Gespräch auf dem Hof so wichtig sind wie noch nie zuvor und wie digitale Lösungen diese analoge Beziehung anreichern, beschleunigen und wirtschaftlich stärker machen. Und er macht deutlich: Was keine Zeit spart, keine Kosten senkt und keinen Ertrag steigert, wird in der Landtechnik nicht gekauft. Das ist der härteste Produkttest, den es gibt.
Das besprechen wir in dieser Folge:
- Was ein digitales Ökosystem von einer App oder einem Kundenportal unterscheidet
- Warum der Händler und der lokale Servicepartner im digitalen Zeitalter wichtiger werden
- Wie KRONE flexible digitale Services entwickelt, die Kunden situativ dazubuchen können – von extra PS per over-the-air bis zu automatischer Überladerkennung
- Wie Maschinendaten Sales und Aftersales enger zusammenbringen und warum das für den Kunden einen Unterschied macht
- Was andere Branchen vom Ökosystem-Denken eines Maschinenherstellers lernen können und was KRONE von ihnen lernt
- Ob KRONE irgendwann mehr Tech-Unternehmen als Maschinenhersteller sein wird
Für wen ist diese Folge relevant?
- Entscheider und Digitalverantwortliche in Landtechnik und Maschinenbau, die ein digitales Ökosystem aufbauen oder weiterentwickeln wollen
- Strategen in B2B-Unternehmen mit gewachsenen Händler- und Servicestrukturen, die verstehen wollen, wie digitale Transformation ohne Bruch mit dem analogen Kerngeschäft funktioniert
- Alle, die wissen wollen, wie Hardware-Unternehmen digitale Geschäftsmodelle aufbauen und welche Rolle Kundenzentrierung im Maschinengeschäft spielt
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Über unseren Gast:
Guido Ringling ist Leiter Konzernstrategie bei der KRONE Holding und verantwortet dort neben der strategischen Gesamtausrichtung auch die Venture-Capital-Aktivitäten unter dem Dach von Silver Crown. Er ist gelernter Fahrzeugtechnik-Ingenieur und kam vor 15 Jahren aus dem Automotive-Bereich zu KRONE – mit dem Ziel, in einem mittelständisch geführten Unternehmen wirklich etwas verändern zu können. Heute treibt er die digitale Transformation eines der führenden Landtechnik- und Nutzfahrzeughersteller Europas voran.
Über unseren Host:
Janna Spanke ist Business Manager bei slashwhy und immer auf der Suche nach sinnstiftenden Softwareprojekten – besonders in den Bereichen Agritech und Food. Mit einem Background in Soziologie bringt sie frische Perspektiven in die Tech-Welt und hat ein besonderes Talent dafür, Menschen an einen Tisch zu bringen und gemeinsam praktikable Lösungen zu finden. Ihre Energie und Offenheit helfen ihr dabei, sich schnell in neue Themen einzuarbeiten und Verbindungen dort zu schaffen, wo andere noch Grenzen sehen.
Über slashwhy:
Die 300 Software-Expert:innen bei slashwhy entwickeln nutzerzentrierte und skalierbare Individual-Software für Unternehmen in den Branchen Energiewirtschaft, Land- und Baumaschinen, Industrie, Medizin und Gesundheit, Consumer Electronics, Gebäudetechnik und Küchentechnik. Unsere Kunden profitieren vom Know-how-Transfer unserer Departments, indem wir Learnings, Muster und Ideen aus unterschiedlichen Projekten teilen und so neue Perspektiven in die Produktentwicklung einbringen. Das führt zu Lösungen, die nicht nur zur Branche passen, sondern auch von Erfahrungen aus anderen Märkten profitieren.
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Hinweis: Dies ist Gespräch #1 von 3 zwischen Janna Spanke und Guido Ringling.
Impressum: https://www.slashwhy.de/de/impressum Datenschutz: https://www.slashwhy.de/de/datenschutz
Transkript anzeigen
00:00:05: Herzlich willkommen bei Dings & Digital, dem slashwhy Podcast.
00:00:10: Mein Name ist Janna Spanke.
00:00:11: ich bin Business Manager bei slashwhy und verantworte bei uns die AgriTech
00:00:15: Crew
00:00:16: wo wir Softwareprojekte für die Landtechnik umsetzen.
00:00:20: Heute zu Gast ist Guido Ringling, Leiter Konzernstrategie bei Krone und wir sprechen darüber wie Krone ein digitales Ökosystem rund um seine Kunden gebaut hat und was andere Branchen daraus lernen können.
00:00:34: Guido, erstmal herzlich willkommen.
00:00:36: Schön, dass du da bist!
00:00:38: Danke, danke, dass ich hier sein darf.
00:00:40: Vielleicht bevor wir ins Thema einsteigen... ...Krone kennen viele als Maschinenhersteller die einen vielleicht eher aus dem Trailerbereich Die anderen denken direkt an Landmaschinen.
00:00:51: Was macht Krone vielleicht als Unternehmen aus?
00:00:53: Magst du Krone nochmal kurz vorstellen?
00:00:56: Gerne.
00:00:57: Also richtig wenn man auf der Autobahn unterwegs ist dann kann man durchaus die blaue Krone ab und zu Wiedererkennen, Krone wurde neunzehntundhundertsechs gegründet ist nach wie vor in familiengeführter Hand.
00:01:08: Uns erinnern wir heißt immer noch Bernhard.
00:01:09: Krone ist mittlerweile die vierte Generation.
00:01:12: das Unternehmen ist also schon rund hundertzwanzig Jahre alt und ist groß geworden oder wurde gegründet als Schmiede hat dann aber relativ früh angefangen auch landwirtschaftliche Geräte zu produzieren.
00:01:25: In den Mitte der sechziger Jahren war der die Nachfrage nach landwirtschaftlichen Geräten und insbesondere auch kleineren Ladewagen und Kippern so groß nach dem Krieg letzten Endes, dass wir in Werlte ein zweites Werk aufgemacht haben.
00:01:39: Seit Anfang der siebziger Jahre werden in Werlte nur noch Nutzfahrzeuge also LKW-Anhänger produziert.
00:01:47: Wir sind mittlerweile Europas oder einer von Europas größten Lkw Anhänger Produzenten für den europäischen Markt Und die Nutzergruppe macht ungefähr zwei Drittel unseres Umsatzes aus und die Landtechnikgruppe ungefähr eindrittelt unseres Umsatz.
00:02:02: Es ist ein sehr viel internationaler Markt, wo wir setzig Prozent Exportanteil haben und nach ich sag mal Deutschland und Europa in den USA und Nordamerika unser größter Markt sind.
00:02:14: Von daher sind wir dual aufgestellt einmal an der Landtechnie, einmal in der Nutzfahrtbranche.
00:02:19: Unterneben gibt es noch verschiedene andere Bereiche.
00:02:21: Wir haben noch einen sehr großen Handelsbereich.
00:02:24: Wir sind witzigerweise John Deere größter Handelspartner in Europa.
00:02:29: Wir haben noch einige an Tochtergesellschaften in Hollands, in Türkei und Österreich in verschiedenen Ländern.
00:02:40: Und machen dort auch Nutzfahrzeuge oder Landmaschinen.
00:02:43: Und haben auch noch ein dagegen gespielt sehr viel kleineren Bereich der Silver Crown.
00:02:48: das ist letzten Endes ein Venture Capital Arm.
00:02:51: Der dazu da ist dass wir uns an spannenden Lösungen Technologien Startups gründern kleinen Wachstumsunternehmen auch mal beteiligen können, wenn ein sehr großer strategischer Fit in unser Unternehmen da ist.
00:03:03: Das heißt wir würden jetzt nicht in irgendeiner Banken-App oder eine Versicherungssoftware investieren sondern schon im Themen die in irgender Form was mit landtechnischen Lösungen zu tun hat und unseren Produkten zu tun haben.
00:03:14: Unser Geschäftsmodell letzten Endes verbessern oder am Ende des Tages das unserer Kunden und gleiches Geld für die Nutzfahrzeugbranche genauso.
00:03:21: Das macht Krone so ein bisschen!
00:03:23: Ja spannend also wirklich.
00:03:25: ja ein kleines Unternehmen erst mal im Emsland gestartet und jetzt mittlerweile einfach riesengroß, weltweit tätig.
00:03:32: Genau in der Gesamtkronegruppe würde ich sagen sind wir mittlerweile an die Zehntausend Leute machen ungefähr drei Milliarden Euro Umsatz.
00:03:38: Der Konzern so nennen wie immer die Blau- und Grüne Gruppe blaue bedeutet bei uns Nutzfahrzeuge grün sind Landtechnikprodukte ist ungefähr mit zwei Komma zwei Milliarden Euro umsatz und ungefähr sechs tausend Mitarbeitern.
00:03:50: Ja das macht seinen Anteil aus.
00:03:52: Deine Rolle in der Konzernstrategie, wie musst du mir die vorstellen?
00:03:58: Ich bin selber vor fünfzehn Jahren gestartet bei KRONE.
00:04:02: Also ich bin Fahrzeugtechnik-Ingenieur von Ausbürgung her und komme gebürtig aus dem Automotivbereich.
00:04:06: Und wollte ganz gern auch wieder zurück in meine Heimat.
00:04:11: Meine Heimat ist relativ nah an den vierm Sitzen von KRONE dran.
00:04:14: Das Headquarter ist an der Spelle, das ist eine halbe Stunde von Osnabrück entfernt wo ich wohne.
00:04:20: Ich habe eigentlich relativ früh von Anfang an angefangen, mich bei KRONE um im weiteren Sinne bestimmte Projekte zu kümmern.
00:04:28: Damals waren es Produktentstehungsprojekte mit Produkt-Entstehungsprozessen.
00:04:31: Bin aber relativ schnell eher in organisatorische und auch strategischere Themen abgerutscht und bin letzten Endes seitdem auch in der logischen Folge dieser ganzen Projekten und Themen nicht gemacht hab heute verantwortlich für die Konzernstrategie und in meiner zweiten Rolle eben auch verantwortlich für unsere Venture Capital Aktivitäten.
00:04:48: Find ich persönlich eine ganz charmante Rollenkombination, weil ich aus der strategischen Brille heraus ganz gut weiß was eigentlich so an Innovationen, Produkten aber auch Lücken in den nächsten Jahren da sein werden und da sein können und kann mir so quasi auch selber ein Stück weit meine Sucheaufträge geben wo ich dann einfach draußen nach spannenden Ergänzungen suche die in irgendeiner Form uns selbst innovieren oder unser Produkt innovieren.
00:05:13: Ich find's nach wie vor super spannend.
00:05:14: Ich hab damals gewechselt aus dem Automotive-Bereich von einem recht großen Automotiversteller aus München absichtlich in einen mittelstandsgeführten Laden, weil ich... ...hört sich total dämlich wahrscheinlich an und auch zu naiv aber ich bin tatsächlich mal Ingenieur geworden weil ich auch ein bisschen was verändern wollte in meinem kleinen Fahrtfortungsbereich im meinem kleinen Kosmos Und das ist in großem Automotive Konzern nicht immer so stark der Fall.
00:05:42: Bei KRONE ist das komplett anders.
00:05:44: Schon von meinem ersten Tag an war relativ der Grüne Viso und weißes Blatt Papier, es wurde mir stark überlassen einfach Sachen zu machen oder vielleicht auch Sachen anders zu machen und meine Impulse mit reinzubringen.
00:05:54: Das wäre immer das was ich mir gewünscht habe und deswegen mag nicht mein Job noch sehr.
00:05:59: Er ist wunderbar abwechslungsreich, was ich überhaupt nicht mag.
00:06:04: Es ist Routine, immer das Gleiche zu tun und deswegen finde ich tatsächlich super spannend beschäftigen darf und dass ich, obwohl ich das nicht studiert habe oder aus der Gegenkommer heutzutage mit digital Innovationen oder digitalen Ökosysteme oder Digitalisierung von analogerinnen Prozessen mich auch beschäftigen.
00:06:21: Und so hoffentlich einen kleinen Beitrag dazu leisten darf, dass sich die Thema da in die Richtung weiterentwickelt.
00:06:28: Ja spannend!
00:06:29: Wir wollen bei Dings & Digital ja immer so ein Blick... auf verschiedene Branchen werfen.
00:06:34: Du kommst aus dem Automotivbereich, bist jetzt Richtung Landtechnik gewechselt?
00:06:38: Was waren da größte Überraschungen oder gab es die Überraschnung?
00:06:42: Also ich habe früher immer gesagt und geglaubt dass die Landtechnika den Automotive-Bereich mit zehn bis fünfzehn Jahren Abstand folgt.
00:06:51: Das hab' ich ein bisschen reduzieren und revidieren müssen aber nicht vollständig.
00:06:56: Ich glaube schon das die Automotivebranche Insbesondere vielleicht vor zehn, zwanzig, fünfundzwanzig Jahren noch eine wirklich innovative branche Fahr.
00:07:04: Aber es ging um andere Themen.
00:07:05: als ich noch dort gearbeitet habe ginge es um Materialien.
00:07:08: wie zum Beispiel ist ein Zylinderkopf aufgebaut?
00:07:10: aus welchem Material besteht er?
00:07:12: da ging's um Gewichtsersparungs.
00:07:15: heutzutage geht das eben viel auch im Automotivbereich um Bedienkonzepte auch da Digitalisierung ohne Ende.
00:07:22: Ich glaube aber, dass die Automotivbranche dann ein bisschen nachgelassen hat von ihrer Innovationsgeschwindigkeit.
00:07:27: Und als ich bei KRONE angefangen habe, hab' ich den Spruch auch gebracht Wir folgen der Automotive-Branche mit zehn bis fünfzehn Jahren.
00:07:33: Das heißt wir haben auch noch die Zeit jetzt uns auf die richtigen Themen einzustellen.
00:07:37: Aber ich glaube aber das die Landtechnikbranche ganz schön schnell geworden ist was ihre Innovationszyklen angeht.
00:07:46: Zum einen weil es vielleicht in etwas abgegrenzter Bereich ist zum anderen weil die Automotive Leute Na, vielleicht mit einer gewissen Arroganz.
00:07:56: Ich will nicht sagen Trendsverschlafen haben aber zumindest sich in ihrer Komfortzone auch ganz wohl gefühlt haben.
00:08:02: und ich glaube schon dass Unternehmen wie auch KRONE auch mit den Herausforderungen der Kleine unter dem Großen zu sein... Das muss mich jetzt einmal kurz erklären.
00:08:11: wenn wir immer sagen Wir sind der Kleiner unter den Großen dann meine ich damit das unsere Wettbewerber die ein sehr ähnliches Produktportfolio haben wesentlich größer sind als wir Und deswegen sind wir der Kleine unter den Großen.
00:08:23: Das hat Nachteile und das hat Vorteile.
00:08:25: Bei unserem Inhaber im Büro hängt immer noch ein Schild, das kommt nur von seinem Vater, dass nicht die großen, die kleinen überholen sondern die schnellen, die langsam überholten müssen.
00:08:35: Und das ist genau unser Keto!
00:08:36: Wir versuchen schneller zu sein als die Großen und dafür müssen wir uns innovieren in einer Tour.
00:08:42: Wir müssen immer wieder schauen wie kriegen wir unsere Produkte besser als die des Wettbewerbs.
00:08:46: Wie kriegen wir aus unseren Produkten für unsere Kunden mehr rausgeholt?
00:08:50: Wie kriegen am Ende des Tages deren Geschäftsmodell in irgendeiner Form Profitadler gestaltet, mit mehr Zeitersparnis ausgestattet, einfacher gestaltbar und einfacher machbar?
00:09:01: Das ist glaube ich die Herausforderung, die alle kleineren Unternehmen haben, die sich im starken Wettbetrieb mit größeren Unternehmen befinden.
00:09:09: Und das führt am Ende des Tages zwangsläufig dazu, dass man schneller sein muss.
00:09:13: Auch in seinen Innovationszyklen und das immer Digitalisierung, Automatisierung, Autonomisierung von Teilfunktionen oder ganzen Funktionen war schon vor zehn, fünfzehn Jahren bei uns ist einmal strategisch hoch diskutiert.
00:09:24: Das weiß ich ja nun weil ich die Rolle schon immer irgendwie so ein bisschen mit begleitet habe.
00:09:29: Es ist toll zu sehen was daraus mittlerweile für Produkte geworden sind oder auch in der nächsten Zeit werden.
00:09:37: Ja, du hast gerade schon angerissen.
00:09:39: Dann ist gerne mal ein Blick auf eure Kunden werfen!
00:09:44: Wir sind ja nun auch seit Jahren in Softwareprojekten unterwegs für die Landtechnik und haben uns auch intensiv schon mit der Nutzergruppe beschäftigt – der Nutzergruppe der Landwirte.
00:09:54: Und ich finde es total spannend.
00:09:55: wenn du da jetzt so auf den Hof schaust siehst du halt teilweise drei Generationen ne?
00:09:59: Der eine kauft noch mit Handschlag, der nächste möchte ich nach.
00:10:01: alles im Portal sehen.
00:10:03: Wie geht ihr damit um.
00:10:04: wie ist dein Eindruck von diesen Generationen auf dem Hof, ich glaube das Phänomen ist ja vielleicht nicht neu.
00:10:10: Das gibt es schon sehr lange.
00:10:12: Ich glaube aber durch diese Digitalisierung der letzten Jahre entsteht ein gewisses Spannungsfeld vielleicht was es vorher so noch nicht gab?
00:10:24: Ich fange mal wieder an beim Thema Automotive.
00:10:25: Wenn ich mir anschaue wie sich heute das Vertriebsmodell am Automotivbereich verändert hat dann rückt der Handelspartner der regional vor Ort eigentlich den Kunden bedienen soll in eine andere Rolle.
00:10:37: Früher war es so, dass er eine wesentlich aus meiner persönlichen Sicht gewichtigere Rolle gespielt hat mit viel mehr Aufgaben, viel mehr Verantwortung und auch viel mehr Freiheitsgraden.
00:10:46: Heute findet das eigentliche Geschäft der neue Maschine oder den Fall des neuen Fahrzeuges fast ausschließlich Digitalstadt und der Handelspartner vor Ort ist nur noch für die Inbetriebnahme des Fahrzeugs zuständig unter dem Nachhinein natürlich auch für den Service.
00:11:01: Ich glaube, das ist in der Landtechnik soweit nicht kommen wird, aber es wird natürlich auch digital werden.
00:11:08: Das ist der Grund warum wir unsere noch sehr analoge Kundenreise-Customer Journey in irgendeiner Form versuchen wollen, Stück für Stück zu digitalisieren.
00:11:16: Du hast völlig recht!
00:11:16: Es sind verschiedene Generationen auf den Höfen und das kann sein dass in dem Fall der Senior-Inhaber noch der Oldschool-Handschlagtyp ist, der seinen alten Vertriebsmann seit dreißig vierzig Jahren kennt und seinen Servicepartner vor Ort außer dreizig Jahren vielleicht in zweiter dritter Generation kennt.
00:11:31: Der hat aber irgendwann Söhne gekriegt und die haben vielleicht mittlerweile auch Söhnen gekriecht.
00:11:34: Und naturgemäß kommt in der Regel eine höhere digitale Affinität mit jüngerem Alter, das ist kein Vorwurf in die ältere Generation dazu.
00:11:45: Beides ist auf dem Hof unfassbar wertvoll weil einfach unwahrscheinlich viel Erfahrung aufm Hof ist und Landwirtschaft – damit meine ich nicht Landtechnik sondern Landwirtschaft im originären Sinne – braucht wahnsinnig viel Erfahrung bezogen auf mein Hof, meine Felder, meine Bodenbeschaffenheit Die Historie der Wetterereignisse etc.
00:12:04: Wie gehe ich damit um?
00:12:05: Bei so einem starken Niederschlag von vor ein paar Tagen sehen die Felder aktuell dann vielleicht nicht mehr so gut aus, weil viel auf dem Boden liegt.
00:12:10: was davon steht wieder auf?
00:12:12: wie gehe ich mit solchen Verlusten um?
00:12:14: Das kann man kaum digital unterstützen das braucht einfach jahrzehntelange Erfahrungen im Bereich Landwirtschaft.
00:12:20: Aber und das ist das Schöne daran dass auch diese große Erfahrung schatz wertschätzt wenn Digitalunterstützungs Möglichkeiten erscheinen und angeboten werden von Herstellern, die das Leben schlichtweg ein bisschen leichter machen.
00:12:36: Wenn ich mit Kunden spreche eben des unterschiedlichen Alters dann höre ich eben genau diese verschiedenen Aspekte.
00:12:42: Meine Erfahrung ist ganz wichtig und trotzdem brauchen wir diese innovativeren und digitaleren Unterstützungsmöglichkeiten für meine Söhne, für meine nächste Generation, für um das Leben ein bisschen leichter zu machen, um vielleicht Profitabilität zu steigern und vielleicht vom Geschäftsmodell von einem Geschäfts-Modell auf ein anderes zu transformieren.
00:13:01: Was häufig dann auch einhergeht mit digitaleren Möglichkeiten.
00:13:05: Dazu kommt einfach auch dass vielleicht nicht mehr jeder Lust hat von vier Uhr morgens bis zwanzig Uhr abends im Stall zu stehen und dort auch Möglichkeiten sind sich das Leben etwas leichter zumachen, sei es im Bereich Herdenmanagement oder Milchviehbetriebe, wie man mit den Kuhherden oben geht.
00:13:21: Wie man Krankheiten erkennen kann bevor sie letzten Endes ausbrechen und... Also all das sind digitale Lösungen und digitalisierte Unterstützungsmechanismen die aber alle eins gemein haben.
00:13:34: Sie müssen volles Programm auf das Geschäftsmodell des Kundeneins sein.
00:13:37: Sie müssen seinen Leben erleichtern oder profitabler machen.
00:13:39: er muss am Ende mindestens mal mit mehr Zeit und gleichzeitig auch mit mehr Geld nach Hause gehen.
00:13:45: Und dann sind die Lösungen was wert Und das sind die Lösungen, die wir versuchen zu bauen.
00:13:50: Aber genau das ist der auch kleine Unterschied zwischen Landtechnik, Landwirten und den Herstellern wie uns im Gegensatz zu anderen Branchen.
00:13:59: Es ist ein traditionelles Geschäft, dass wahnsinnig auf Vertrauen fungst.
00:14:04: Das heißt es geht um langjährige Beziehungen zum Hersteller, zu dem Vertriebspartnern, zu den Handelspartnerns, zu servicentern vor Ort... ...das kommt vom Hersteler zu der ersten Vertriebsstufe und das kommt von den ersten Vertriebstufen zum Entkunden oder ja bei digitalen Lösungen vielleicht auch manchmal vom Hersteller direkt zum Erdenkunden, aber auch da ist es immens wichtig dass der Handelspartner involviert wird.
00:14:27: Denn am Ende des Tages wir haben beispielsweise ein Produkt wo man over the airsitzig PS mehr buchen kann für einen zwei drei vier Wochen wenn's vielleicht ein besonderes nasserer Herbst gewesen ist.
00:14:39: Das zu tun ist das geringste Problem.
00:14:42: Aber der Handelspartner oder Servicepartner vor Ort muss wissen, was in seinem Maschinenbestand, in seiner Gegend vor sich geht.
00:14:49: Dass sein Motor mit mehr Leistung unterwegs ist und dass vielleicht Serviceaspekte sich diesbezüglich verändern.
00:14:54: All diese Geschäfte sind ohne den regionalen und lokalen Servicepartners gar nicht denkbar.
00:14:59: Und ich glaube dieses Geschäftsmodell wird sich jetzt nicht ändern.
00:15:02: Man kann es digital... verbessern.
00:15:04: Man kann es beschleunigen, man kann Informationen schneller und besser bereitstellen, zielgerichteter Bereitstellen für zum Beispiel Servicemechaniker die mit ihrem Bulli unterwegs sind und vor Ort auf dem Feld Maschinen schnell reparieren müssen.
00:15:14: Mega!
00:15:15: Das sind die richtigen Ansatzpunkte die wir da als Hersteller angehen.
00:15:18: aber es wird nicht dazu führen dass man das Vertriebsmodell an sich verändert wie's in der Automotivebranche gemacht wird.
00:15:23: Aber wir werden es digital anreichern und auch den Endkunden für uns damit wichtiger werden lassen weil er eben im direkteren Kontakt mit dem Hersteler steht und bicht alles immer nur über den Kanal des Vertriebspartners vor Ort geht, sondern er kann sich eben ganz anders heutzutage im Internet informieren.
00:15:40: Über unsere Produkte, über die Wettbewerbsprodukte, kann die in den Vergleich stellen, kann sich Softwarelösungen anschauen und dieses digitale Ökosystem was wir aufbauen das letzten Endes zu führen soll dass wir diese analoge Kundenreise stärker digitalisieren.
00:15:55: Ich nenne es immer so ein bisschen, auch wenn's vielleicht ein komischer Begriff ist.
00:15:58: Dass wir Ihnen auf eine sehr positive Art und Weise umarmen wollen damit er, wenn der in die Kronewelt eintaucht sich sehr schnell sehr wohl fühlt von einem Ende des Tages ganz schnell auch weiß das brauche ich möchte gern mehr Geld verdienen ich möchte mir Zeit ersparen ich möchte Informationen haben ich möchte diese Lösung anschauen oder jene Lösungen anschauen Und dass für ihn so easy wie möglich wird mit uns als Hersteller ins Geschäft zu kommen.
00:16:23: easy to deal with ist bei uns immer so ein Claim, der oben drüber steht.
00:16:27: Aber den meinen wir auch wirklich ernst.
00:16:29: Wir wissen dass wir der Kleine unter dem Großen sind das heißt wir haben dort auch einen Vertriebsnachteil gegenüber den großen Vertriebesnetzen.
00:16:36: Wir können das nur wettmachen wenn wir schneller besser und flexibler an Kunden agieren näher dran sind am Ende des Tages Und einfach die sind mit denen er wirklich gerne arbeitet.
00:16:47: So ein digitales Ökosystem.
00:16:49: Ich stelle mir jetzt auch gerade vor, wenn man auf einer anderen Branche vielleicht das hört sieht man sicherlich auch in mehreren und anderen Branchen was versteht ihr unter dem digitalen Ökosesystem?
00:17:01: Was sind zentrale Bausteine die euch da wichtig sind?
00:17:04: Magst du uns da nochmal zu abholen?
00:17:06: Also der zentralste Baustein oder die zentralste Bausteinkette ist letzten Endes die Kundenreise von der ersten Anbahnung ... wenn beim Senior auf dem Hof der Junior mit einem KRONE Bobby-Car durch die Gegend fährt, weil er einen alten Emsland Kipper an der Seite stehen hat.
00:17:21: Ja da fängt das ganze Thema schon an, da finkt das Thema ... ... Brand Awareness ja am Ende des Tages schon an dass man das Gefühl hat, Krone gehört irgendwie ... ... irgendwie mit zur Familie und meine Familie mag diese Marke.
00:17:36: Irgendwann wird der Junior mal älter und der Senior möchte vielleicht, dass er den Hof übernimmt.
00:17:40: Und dann sagt die sich erst gleich muss mein Maschinenpark irgendwie ein Stück weit neu ausstatten?
00:17:43: an welche Marke?
00:17:44: wenn ich mich denn jetzt Ich kenne Krone seit Kindesbein an war immer zufrieden mit dem Service.
00:17:48: also schaue ich mich mal um was dort denn ist so und dann geht es halt von dieser ersten ich sag Mal Kontaktaufnahme mit der Marke als kleines kind weiter Über die eigentliche Geschäftsanbahnung wo man Interesse äußert.
00:17:59: ich möchte glaube ich mal wie ein Produkt anschauen oder etwas kaufen oder einen Service oder sonstwas von uns irgendwie kennenlernen, dann kann ich mich informieren.
00:18:07: Ich kann mir auf verschiedene Arten und Weisen Informationen bereitstellen lassen.
00:18:10: Natürlich kann ich auch den Vertriebsmann vor Ort anrufen und sagen komm mal rum oder er kommt zu uns und lässt sich eine Maschine einfach mal vorführen oder wir kommen zu ihm und führen ihm eine Maschinen vor also von ganz oldschool analog ab aus Feld bis zu sehr viel digital vorab Informationen ist es wunderbar möglich.
00:18:25: so beginnt diese Kundenreise endet ihn, na ja im Idealfall natürlich damit dass eine Maschinen oder ein Service von uns eben gekauft wird.
00:18:33: Auch die Übergabe der Maschine oder der Services ist stark digital angereichert so das der Kunde sich immer auch mit seinen heutigen mobilen Smartphones und iPads schnell irgendwie zurechtfinden kann in der Übergabe, in der Übergaberklärung, in den Garantiesystemen in die er einsteigen kann aber auch in dem was er denn dann auch nach einem Kauf an Trainings bekommen kann, an Informationsbereitstellung bekommen können.
00:18:57: Für sich für seinen Hof vielleicht für seine Werkstattmitarbeiter auf seinem Hof.
00:19:03: bisschen zu der Tatsache dass wir immer das Prinzip haben alles aus einer Hand ein Warenkorb egal ob er eine Merchandise Hoodie bestellt oder eine Cap Oder digitalen Service und Produkt oder einen Ersatzteil.
00:19:15: Alles soll sich für ihn so anführen als wenn er eben in diesem einen Waren Korb unterwegs ist Und durch die Krone Welt letzten Endes läuft, sich hoffentlich sehr wohlfühlt und gut aufgehoben fühlt.
00:19:25: Seine Bedürfnisse wir erkennt in den Lösungen die wir ihm anbieten bis hin zu über den Lebenszyklus hinaus natürlich wenn er irgendwann sagt als klar ich möchte die Kiste jetzt in den Zweitmarkt geben, gebraucht verkaufen.
00:19:37: wie könnt ihr mir dabei unterstützen?
00:19:40: In Zahlungnahmeprozesse Bewertungsprozese wo sind die richtigen Zweitmarkte für so eine Maschine?
00:19:46: das versuchen wir auch entsprechend zu unterstützen damit dann natürlich am Ende des Tages auch das nächste Geschäft zustande kommt denn ... ein glücklicher Kunde kauft, hoffentlich mehr als einmal.
00:19:55: Ja, spannend dieser Ansatz, das Analoge mit dem Digitalen zu verzahnen... Ich finde auch gerade wenn man auf die Höfe schaut,... ...wenn man über die Agritechnica geht,... ...du siehst halt ganz oft genau das, ne?
00:20:05: Dass Kinder sich schon anfangen... ...mit den Herstellern der Eltern aufm Hof zu identifizieren.
00:20:11: Das ist glaube ich auch etwas was diese Branche irgendwie ein bisschen auszeichnet.
00:20:15: Gerade auch dieses Generationendenken in diesem Bereich.
00:20:20: Ja, ich glaube der große Unterschied ist halt wir sind hier in einem... Das was man hier kauft ist nicht aus Jux und Dollerei da.
00:20:27: Wenn ich mir ein neues iPhone kaufe oder erst wenn ich mir ne neues Auto kaufe dann ist das toll und schön und ich freue mich darüber und ich genieße auch vielleicht den Luxus da drin.
00:20:36: Das ist bei einer Landmaschine anders als letzten Endes eine Verfahrenstechnische Einheit die auf meinem Feld mein Erntegut ... mit einer hervorragenden Futterqualität produzieren soll.
00:20:46: Also ich brauche das für meine Arbeit, für mein tägliches Leben... ...für meinen Geldverdiener-Männer des Tages.
00:20:52: Das heißt da steckt eine andere Art von Emotionen und auch eine andere art von... ...von Wichtigkeit und auch wirtschaftlicher Wichtigkeitshinter.
00:20:58: Deswegen blöd gesagt wenn ein Auto mal einen Tag liegen bleibt weil dann Reifen geplatzt ist oder weil was weiß ich was für den Schaden dran ist?
00:21:05: Ja der mag das nervig sein aber das ist nicht so dramatisch!
00:21:07: Wenn aber ne fünf, sechs, sieben hunderttausend Euro Kiste die vielleicht im Mais nur sechs oder acht Wochen im Jahr am Einsatz ist ... zwei Tage steht, dann geht das einfach.
00:21:15: Mit Katastrophe
00:21:16: ja!
00:21:16: Und das ist das Thema Schnelligkeit, Flexibilität und Näher am Kunden... ...und durch auch dort Predictive Maintenance Lösungen.
00:21:24: also ich sage mal wenn wir vorausschauend versuchen herauszufinden hier sind durch Sensoren identifiziert Geräusche die irgendwie stärker werden oder oder Schwingung die wir aufnehmen die in irgendeiner Form of Lager-Schäden vermuten lassen.
00:21:36: Also dass genau die Lösung die dazu dienen sollen, dass sowas nicht passiert.
00:21:40: Ja!
00:21:40: Ich hoffe dass das entsprechend wertgeschätzt wird und ich glaube dass man damit dann auch Geld verdienen kann.
00:21:44: Wie blickt ihr beim digitalen Ökosystem auf das Thema Interoperabilität?
00:21:51: Also wenn wir auf die Höfe schauen, dann ist ja auch klar es steht nicht nur eine Kroneflotte da sondern es sind ja auch andere Hersteller irgendwie auf dem Hof vertreten.
00:22:00: ich glaube dass ist auch etwas was... Ich weiß nicht wann wir jetzt mal in Richtung Consumer Electronics schauen.
00:22:05: Dann haben wir einen Apple-Ökosysteem wo man sich irgendwie an seiner Apple Welt oder in seiner Google-Welt bewegt.
00:22:15: Auf dem Hoch ist das schon noch mal ein bisschen anders, da muss man herstellerübergreifend denken sich austauschen.
00:22:21: wie geht ihr mit dem Thema Interoperabilität um?
00:22:24: Wir sehen wir hundertprozentig den Außen.
00:22:26: Ich glaube das ist einer der Gründe warum ich immer sage diese digitalen Ökosysteme müssen dem Grund danach auch markenoffengedacht werden.
00:22:33: Unser Kunde will für sich entscheiden.
00:22:34: Will ich mir die Big Pack von KRONE ruhen weil es die Beste ist?
00:22:37: dies gibt ... aber will ich vielleicht einen Hexler von einer anderen Marke holen, oder eine Rundballpresse... ...von der anderen Marke?
00:22:43: Oder ein Übermähwerk wieder vom KRONE und so weiter.
00:22:45: Am Ende entscheidet er selber welches Produkt, von welchem Hersteller er auf seinem Hof fahren möchte.
00:22:50: Und das tut er in der Regel weil er gute Erfahrungen damit gemacht hat,... ...oder weil er sehr gute Erfahrung mit dem Service gemacht hat.
00:22:55: Außerdem haben wir gar nicht alle Produkte die der Kunde aufm Hof braucht um all seine Ernteprozesse in irgendeiner Form zu bearbeiten.
00:23:03: Ist uns vollkommen klar!
00:23:04: unterstützen wir zu hundert Prozent.
00:23:06: Wir sind da überhaupt nicht naiv.
00:23:07: im Gegenteil, wir sind großer Förderer und wir haben einiges an Netzwerken in verschiedenen Bereichen aufgemacht oder waren mit Initiatoren von diesen Netzweraken die ich auch immer mit im Kontext des Ökosystems betrachte wo viele mittelständische Hersteller sich zusammen getan haben um bestimmte Schnittstellen zu vereinheitlichen damit die Daten vernünftig fließen.
00:23:29: eben genau das was eben vielleicht ein großer aus den USA findet und wo er eben sehr exklusiv unterwegs ist.
00:23:38: Das ist natürlich toll, wenn Kunden ausschließlich seine Marke vollständig fahren wollen und können.
00:23:43: aber auch dort schwappt uns immer mehr Feedback der Kunden entgegen dass sie das eigentlich nicht mögen in diesen geschlossenen Systeme eingeschlossen zu sein und gar keine Wahl zu haben weil einfach mit deren ich sage mal Farm Management Systemen alle anderen Hersteller kaum kommunizieren können.
00:23:59: Ich habe das so falsch!
00:24:02: es vielleicht einen großen geben wird.
00:24:05: Vielleicht versuchen eine oder zwei weitere große das ähnlich zu machen, aber ich glaube dass dort auch verstanden wurde.
00:24:11: alle anderen werden in irgendeiner Form im weitesten Sinne Kooperation eingehen müssen.
00:24:16: Kooperation kann alles bedeuten mindestens mal bedeutet ist aber dass man sich digital zueinander öffnet und die Daten fließen können.
00:24:23: Sobald der Kunde genau wie du sagst selber entscheiden möchte welche Fabrikate er auf dem Hof haben möchte und da müssen wir als Hersteller echt auch von unserem ... Hohen Ross mal runter kommen und eben einfach dem Kunden die Lösungen bieten, dass er in der Lage ist... ... auf seinem Hof mit seinem Farm-Management-System verschiedene Hersteller anzubinden.
00:24:39: Und die Informationen zu verarbeiten um sein Geschäftsmodell am Laufen zu halten wie es denn braucht.
00:24:44: Und weder eine Krone noch ein anderer Herstelle den man so kennt wird das meiner Ansicht nach alleine schaffen zusammen ist besser.
00:24:55: Das wird noch dauern weil ich glaube dass dieser Schmerz auf Kooperation einzugehen bei uns stärker als bei anderen, weil wir eben der Kleine unter denen sehr großen sind.
00:25:05: Ja aber ich glaube da fest dran dass sich diese Offenheit auszahlen wird ist der Kunde des honorieren wird und deswegen bauen wir unsere Lösung eben auch genauso offen auf.
00:25:14: Wenn wir auf das Thema After Sales schauen es war ganz lange so ein klassischer Servicebereich ne?
00:25:20: Es geht um Ersatzteile, Wartung, Reparatur was verändert sich oder hat sich vielleicht auch schon durch euer Ökosystem denken im after sales Bereich verändert.
00:25:32: Grundsätzlich bin ich sowieso kein Freund vom Silo denken, auch in unserer Firma gab es Silo Denken zwischen Produktionen Entwicklung, zwischen Vertrieb und Ersatzteilwesen und Service also after sales ein klarschen Sinne.
00:25:43: Ich glaube was wir aber ganz gut geschafft haben ist durch Umstrukturierung und auch digitale Ökosysteme und Ökoseszene nimmt man das digital weg in Gänze insbesondere solche Bereiche wie Sales und After Sales viel enger zusammenrutschen zu lassen weil wir einfach auch stärker gemerkt haben CRM-System, die Informationen, die dort reinkommen.
00:26:01: Die vielleicht nach dem Verkauf auch vom Ersatzteilwesen wunderbar genutzt werden können und mitgenutzt meine ich für den Kunden genutst.
00:26:07: Wenn nicht genau war es, die Maschine wurde so gebaut hat so das Werk verlassen und wurde vielleicht im Laufe ihrer Zeit umgebaut oder hat Features bekommen, die eben da drin sind.
00:26:17: dann brauche ich diese Information und dass ist alles in einem Kundenmanagement System hinterlegt wo der vertrieb natürlich reingehen kann und sich vernünftige Leads raussuchen kann in Sinne von Die Kiste steht bei dem schon seit fünf, sechs Jahren.
00:26:28: Hat schon so viele tausend Ballen offenbuckel.
00:26:30: Vielleicht melde ich nicht da mal und genauso andersrum wenn das Ersatzteilwesen genau weiß die Maschinen sind entsprechend ausgestattet an folgende Kunden in folgender Region mit folgender Bodenbeschaffenheit gegangen dann kann ich mich vielleicht frühzeitig melden und sagen Ich glaube du solltest dir mal die Messe anschauen Du solltest immer die Lage anschauen.
00:26:48: Du sollest dir klassische Verschleißzeile mal anschauen.
00:26:50: Ich biete dir Folgendes an Schau dir das mal an brauchst du mal ein Training in diesem Bereich.
00:26:55: Das heißt, dass jeweilige Nutzen von Informationen bei uns intern natürlich am Ende vom Kunden aus dem Sales-Bereich und aus dem After Sales Bereich muss supernah zusammen sein.
00:27:07: Im Prinzip ist es ein Kundenmanagementbereich im weiteren Sinne und von daher hat das mit Sicherheit mal dazu geführt, weil es in dieser Customer Journey immer wieder zwischen Vertrieb und After Sales hin und her fliegt.
00:27:21: Das ist manchmal eine Herausforderung, weil natürlich auch jeder seinen Verantwortungsbereich im Stück weit manchmal schützen möchte.
00:27:26: Aber im Grunde genommen glaube ich das alle verstanden haben.
00:27:29: wir machen das alles nur für den Kunden und am Ende ist dem völlig egal ob bei uns jetzt einer aus Marketing oder aus einem Ersatzteilwesen, aus einem klassischen Vertrieb, Werksbeauftragter oder wer auch immer zuständig ist für sein Problem er möchte dass es gelöst wird und zwar zügig Und dieses Zusammenrücken muss zu einer Beschleunigung führen und das ist für mich das Ziel dabei.
00:27:48: Du hast gerade schon eingeteasert.
00:27:50: Man kann bei euch auf flexibles Services dazu buchen, also wenn ich jetzt irgendwie merklich brauche mehr PS dann kann ich als Landwirt da nochmal ein bisschen aufstocken.
00:27:59: wie wird das angenommen?
00:28:01: Wie ist die Strategie dahinter?
00:28:04: Ich glaube dass wir da noch eine Menge machen können.
00:28:08: Wir haben vor ein paar Jahren angefangen mit myKRONE.green unser erstes digitales Portal aufzubauen wo der Kunde einsteigen kann in die grüne KRONE Welt und sich dort mit Informationen versorgen kann.
00:28:18: Das TIC, das Technical Information Center ist damit draufgesetzt worden.
00:28:22: Das heißt es sollte ihm mittlerweile schon sehr viel einfacher fallen Informationen zu bekommen die er braucht für sich, für seinen Betrieb, für seine Werkstatt, für sein Service Mechaniker.
00:28:32: Wir haben bereits Lösungen mit automatischer Überladerkennung wo also quasi der Ausrufbogen des Hexlers genau erkennt wo befindet sich der Ladewagen und steuert sich selbst so dass das endelgut auch die Ladewagen trifft und eben nicht daneben fliegt.
00:28:45: aber eben auch Das Thema XtraPower, wo wir eben in der Lage sind einen Big X 700 auf dem Big X 770 hochzufahren für ein paar Wochen und das ganze Over the Air ganz einfach kaufen bezahlen.
00:28:57: Es wird codiert und geflasht, das Steuergerät und wenn es dann eben das Abo ausläuft, dann wird's eben wieder zurückcodiert und geflascht.
00:29:03: Ich glaube dass wir da noch viel mehr machen können.
00:29:06: ich glaube unser digitales Ökosystem sollte sich hinsichtlich seiner Features unserer Lösungen In drei Bausteine den Grunde nach aufteilen.
00:29:14: Der erste Baustein ist für mich immer hat den Kunden eigentlich gar nicht allzu sehr zu interessieren, weil es geht um unsere internen Prozesse.
00:29:21: Wie können wir uns intern in irgendeiner Form digital so verbessern?
00:29:25: über ein technisches Informationssystem?
00:29:28: Über einen Agenten der uns hilft bestimmte Sachen zu sortieren, sodass dieser erste Block in diesem digitalen Ökosystem für mich immer ist – wie können we uns intern innovieren, um gegenüber dem Kunden schneller zu
00:29:42: werden?".
00:29:42: Der zweite Strang, den ich da immer sehe ist wie können wir unsere bestehende Produktlandschaft digital innovieren und dem Kunden wie bei XtraPower Produkte und Lösungen bieten die ihm hoffentlich in bestimmten Aspekten seines Lebens helfen oder eben in bestimmte Aspektern seines Businesses helfen.
00:29:57: Und der dritte Strang ist ein bisschen weiter weg, ein bisschen zukunftsorientierter und ein bisschen verrückter auch an manchen Stellen.
00:30:03: aber ich glaube dass das digitale Lösungen sind die wir vielleicht auch gar nicht alle zwingt alleine entwickeln müssen sondern auch auf Partnerschaften angewiesen sind, weil dort Kompetenzen liegen die wir teilweise vielleicht gar nicht intern haben.
00:30:15: Aber da geht es dann eben um Lösungen wie eine digitale Spurplanung.
00:30:20: Da gibt's Umlösungen wie einen Agenten wenn Verkriegsmitarbeiter von Kunden wiederkommen und die Informationen vom Kunden schnell ins CRM-System spielen müssen.
00:30:34: Karna sollts mir übel nehmen aber... Vielleicht haben wir es manchmal an der Disziplin, dann jeden Abend nach zehn Kunden besuchen oder auf Messen nach dreißig vierzig Kundengesprächen im CRM-System noch digital zu befüllen.
00:30:43: Also über die Tastatur.
00:30:45: Viel einfacher ist das vielleicht wenn man eben kurz ins Telefon sammelt in eine Minute und das was man da reinsammelt wird alles strukturiert den Outlook in CRM, in ERP Systeme oder wo auch immer es sein muss hinterlegt und Folgeaufträge, Folgearbeiten etc.
00:30:57: werden dadurch in irgendeiner Form angestoßen.
00:31:00: Alles oben Geschwindigkeiten zu erhöhen.
00:31:03: Von daher denke ich häufig in diesen drei Strängen Wir können wir in irgendeiner Form und selber innovieren, wir können unsere Produkte digital innovieren.
00:31:09: Und wie können wir über unsere Produkte hinaus Geschäftsmodelle entwickeln um den Kunden aber im Endeffekt wieder weiter zu unterstützen?
00:31:17: Von daher ist das so ein bisschen meine Auffteilung in diesem Themen.
00:31:21: Aber am Ende und das Kern-Element bleibt die Kundenreise und seine Touchpoints zu unserem Unternehmen Die wir versuchen wollen In beiden Aspekten analog aber auch digital stärker abzubilden.
00:31:32: Wo holst du deine Inspiration für Diese Innovationsideen aus?
00:31:37: anderem Bronzen?
00:31:38: oder wo kommen die Ideen, die Inspiration für neue digitale Themen
00:31:45: her?
00:31:46: Also tatsächlich viel von den Höfen selbst.
00:31:48: Ich glaube bei KRONE ist ganz cool dass viele unsere Mitarbeiter selber einen Hof Hintergrund haben.
00:31:53: Viele Konstrukteure haben im Nebenerwerb oder kommen aus einer Familie die noch in irgendeiner Form mit Landwirtschaft betraut sind.
00:32:00: das heißt wenn wir In unsere eigene Firmareien hören wir, glaube ich schon mehr als in anderen Industrien und Bereichen eine echte Stimme oder eine echten Stimmung aus der Branche die wir am Ende des Tages auch bedienen wollen.
00:32:14: Natürlich schauen wir aber genauso über den Tellerrand hinaus gucken uns andere Branchen an, gucken uns auch sehr viel verrücktere und innovativere Branchen ein wie es sich mal entwickeln kann versuchen das dann aber für uns runter zu brechen und in Häppchen zu verdauen die wir dann auch tatsächlich am Ende dieses Tages umsetzen können.
00:32:31: Ich denke, eines der größten Probleme die auch viele kennen wenn man Projekte zu visionär angeht und zu groß schneidet passiert meist nicht viel.
00:32:39: Also muss man sie ein bisschen kleiner schneiden und in Arbeitspakete aufteilen die man dann auch wirklich zügig abarbeiten kann um sich iterativ nach vorne zu bewegen immer wieder mit den Kunden in Kontakt sein.
00:32:48: wir haben glücklicherweise nicht nur durch unsere eigenen Kolleginnen und Kollegen eine Menge Zugang zu Höfen und Feldern und Feedback sondern auch durch viele gute Kunden die gewillt sind ... mit uns mal in frühen Phasen eine Entwicklung ... ... irgendwas auch so probieren.
00:33:03: Das mag dann auch manchmal nicht klappen, aber zumindest kriegen wir ein echtes Feedback von einem echten Kunden... ...von nem echten Feld wo auch immer auf der Welt und versuchen das dann schnellstmöglich wieder zu verarbeiten.
00:33:14: Was glaubst du was können andere Branchen aus eurer Reise des digitalen Ökosystems lernen?
00:33:24: Auch wenn es ein bisschen angeblich klingt, aber ich glaube die wirkliche Kundenzentrierung Ich glaube, dass unsere Kunden wirklich nur das kaufen was ihnen etwas bringt.
00:33:34: Es geht am Ende auch immer irgendwie ums Geld.
00:33:37: Das heißt es muss bezahlbar sein und es muss die Total-Kostoffownership also wirklich die tatsächliche Kostenutzenrechnung eines Kundens in irgendeiner Form besser werden lassen.
00:33:48: Es muss eben entweder zeit erleichtern Information auf eine Art und Weise bereitstellen, dass er schneller und effizienter reparieren kann oder es muss ihm schlichtweg in irgen einer Form wirtschaftlichen Vorteile bringen ... dann kauft er die Lösung.
00:34:01: In allen anderen Fällen ist das total toll und es wird vielleicht auch mal ausprobiert, ... ... man gratuliert auch, aber es wird nicht gekauft... ... und damit wird man dann letzten Endes auch kein Geld machen.
00:34:10: Und wir sind ja Wirtschaftsunternehmen, dass heißt am Ende des Tages müssen wir ... ... Produkte verkaufen um Geld zu verdienen,... ...um unsere Welt zu bezahlen in der wir nun mal leben.
00:34:19: Das heisst dieses wirkliche Kundenzentrierte auf den Kunden zu hören,... ... Lösungen zu entwickeln, die hoffentlich wirklich ihm helfen... Ich glaube, dass das ein Stück weit uns ausmacht.
00:34:31: Das klappt auch nicht immer.
00:34:32: Es gibt durchaus auch Produkte und Innovationen aus den letzten Jahren die vielleicht ein bisschen drüber waren wo der Kunde gesagt hat boah es ist Wahnsinn!
00:34:41: Ist ganz toll.
00:34:41: Das zeigt was ihr alles könnt aber es ist viel zuviel für meine Bedingungen, für meinen Anwendungsfall, für meine Höfe, für mein Feldstrukturen.
00:34:50: Das ist auch zu teuer.
00:34:52: Und das auszubalancieren einerseits natürlich auch mal mit Leuchttürm voranzugehen, um zu zeigen was möglich ist.
00:34:58: Um daraus wieder Innovationen rauszubrechen und in normale Produkte zu schieben, um sie einfach besser zu machen.
00:35:04: Ich glaube das machen wir ganz gut!
00:35:06: Und ich glaube dass wir die richtige Balance immer mehr schaffen zu halten.
00:35:12: aber ich glaube auch, dass wir noch viel mehr Produkte anbieten können und müssen in der Zukunft, um dieses Digital-Business auch zu einem echten Business für uns machen zu können.
00:35:21: Im Moment es ist viel Enablement, wie bleiben wir beim Kunden dran?
00:35:26: Wie können wir den Kunden unterstützen noch einfacher mit uns zu interagieren und das ist zünglich an der Waage.
00:35:32: Ohne das brauchst du auch alles andere nicht machen.
00:35:34: aber wenn wir dieses Thema easy to deal with und enablement digital unterstützt so umsetzen wie wir uns das vorstellen und noch viel mehr spannende und gute die weltvereinfachen Lösungen anbieten da drauf kann man dann wunderbar nochmal explizit digitale Produkte Softwareprodukte Verbesserung ... und sonstige Themen setzen, für die man dann auch Geld nehmen kann.
00:35:56: Und ich glaube, dass alle bereit sind das zu bezahlen.
00:35:58: Daraus entwickelt man dann ein Digital-Business... ... neben dem typischen Sammerstahl- und Eisenbusiness was die Welt zumindest bei uns nie verlassen wird.
00:36:08: Vielleicht noch eine letzte Frage?
00:36:10: Du sprichst gerade vom Digital Business, was immer größer wird.
00:36:13: Glaubst du es wird sich irgendwann vielleicht aufbalancieren, dass Krone nicht nur Maschinenhersteller ist sondern auch Ein ja, einfach sehr technisch getriebenes Unternehmen?
00:36:25: In jedem Fall.
00:36:26: Wie weit das ausbalanciert wird weiß ich nicht.
00:36:28: Ich glaube dass wir immer schon technisch wirklich innovativ fahren und ich glaube dass diese Innovationen heute eben vielleicht aus den klassischen Stahl- und Eisenbereichen sich stärker in Bedienkonzepte und solche Geschichten die ein bisschen digitaler sind eben transformieren werden.
00:36:43: aber Wir sind Maschinenhersteller und Langtechnik ist ein Maschinengeschäft Und was man sich da durch den Gutfluss zieht teilweise einen hohen Verschleißanteil, je nachdem was man sich da alle reinholt.
00:36:54: Das heißt es wird immer um hervorragend funktionierende und einsatzsichere Maschinen gehen aus Stahl- und Eisen Und das wird sich auch nicht ändern.
00:37:02: aber der Anteil der digitalen Lösungen mit denen wir Geld verdienen kann Kann und muss hochgehen.
00:37:07: er ist schon im Start sozusagen und er beginnt sich zu entwickeln.
00:37:14: Aber es gibt durchaus entsprechende Beispiele aus unseren Wettbewerbsumfeldern die ... oder ich nenne jetzt keine Zahlen.
00:37:21: Sie ist selber Ziele gesetzt, dann wie viel Prozent das Umsatz ... ... ist denn perspektivisch digital laufen soll?
00:37:27: Zwar kokettiere ich auch manchmal Internet mit solchen Zahlen, kriege dafür aber auch regelmäßig eine drüber.
00:37:31: Ich glaube aber trotzdem wenn man so ein digitale Business Unit nicht als Business Unit betrachtet und sie auch organisatorisch so auffängt... ...dann wird sie nie einer!
00:37:39: Und deswegen bin ich definitiv ein Freund davon zu glauben dass man hier mit digitalen Lösungen den Kunden zufrieden stellen kann, sodass er Geld dafür bezahlt ... ...und da wird es ein Business.
00:37:48: Und dann lohnt sich der ganze Aufwand.
00:37:50: über das klassische Enablement Markzugern, Kundenzufriedenstellen und Kundenwillen mit uns im Kontakt sein.
00:37:54: Easy to Deal wird hinaus.
00:37:56: Vielen Dank!
00:37:58: Sehr spannende Einblicke in euer digitales Ökosystem.
00:38:03: Wieder einiges dazu gelernt, die auch.
00:38:05: danke mich für deine Zeit.
00:38:07: Danke, danke für eure Zeit.
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